15th October 2023
Journal #1 Istanbul
Diese pulsierende Stadt ist für mich eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Seit über 13 Jahren komme ich hierher und habe immer das Gefühl, neue Ecken, architektonische Juwelen, Geschmäcker und Klänge zu entdecken. Wenn ich meinem Freund diese Stadt zeige, kann ich ganz neue Eindrücke und Klänge genießen.
Es gibt so viel über diesen atemberaubenden Ort zu sagen, aber Worte reichen meist nicht aus, um meine Erfahrungen hier zu beschreiben. Wenn ich eine Ode an Istanbul und seine Menschen schreiben könnte, würde ich es tun. Hier ein paar kurze Einblicke in eine Welt voller Wunder.
Ich lausche Istanbul, konzentriert, mit geschlossenen Augen...
Zuerst spüre ich eine sanfte Brise, einen bestimmten Geruch und diesen tiefen Klang. Ich lausche, lausche Istanbul, einer Stadt, die durch die Gedichte und Zitate vieler Menschen unsterblich geworden ist. Eine Stadt, die Dichter und Schriftsteller seit Jahrhunderten zu entschlüsseln versuchen. Aber es gibt keine geschriebenen Worte, die beschreiben können, wie ich mich fühle.
Istanbul hat viele Farben, aber für mich besteht die Stadt aus einer Vielzahl von Blautönen. Tiefes Indigo gemischt mit Akzenten von Türkis und einem Hauch von silbernem Glitzer...
Ina Rinderknecht
MEIN REISETIPP FÜR SIE: Zeyrek Çinili Hamam – Die Ausstellung „Healing Ruins”
Das Zeyrek Çinili Hamam öffnete seine Türen mit einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die zum ersten und letzten Mal in den historischen Bädern und byzantinischen Zisternen stattfand. Die Ausstellung war vom 30. September bis zum 30. November 2023 zu sehen. Wenn Sie sie verpasst haben, verzweifeln Sie nicht! Das Museum selbst ist ebenfalls einen Besuch wert.
Das Hamam ist wie eine schützende Hülle aus Marmor, die unseren Körper umgibt, unsere physische Barriere vor der Außenwelt abschirmt und es ihr ermöglicht, sich zu erneuern. Seit Jahrtausenden dient es als zeitloses Portal für Reinigungs-, Läuterungs-, Erneuerungs- und sogar Sühnerituale.
Die Künstlergruppe verwandelt das Zeyrek Çinili Hamam in eine psychische Ausgrabungsstätte mit Bezügen von der Psychoanalyse bis zur Alchemie. Legenden, Echos, Flüstern, Gedichte, Häute und Körper, Rituale, Fliesen, Spolien, architektonische Ornamente, Symbole, Geheimnisse, Liebesgeschichten, Feste, Gespräche, Schmerzen, Hoffnungen und Geister, die im Laufe der Zeit verloren gegangen und in Vergessenheit geraten sind, finden in der Ausstellung durch Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Installationen neue Formen und Perspektiven.